Auf dem neuangelegten Zickzackwege kamen mir 3 Soldaten entgegen, die mit einer größeren Anzahl anderer Soldaten die Verfolgung der flüchtenden Jugendlichen bis auf den Adalbert-Stifter-Platz aufgenommen hatten und nun zu dem am Waldrand oberhalb der Bayer-Villa versammelten Großteil der Soldaten zurückkehren wollten. Einer dieser drei Soldaten ergriff einen Jugendlichen neben mir beim Rockkragen und sah nach, welches Abzeichen er trägt. Es war ein Jahnkopf, der dem Soldaten wahrscheinlich unbekannt war; er ließ ihn deshalb in Ruhe und wollte nun bei mir gleichfalls nachsehen, welches Abzeichen ich trage. In diesem Augenblick erklärte ich ihm in čechischer Sprache (um sicher zu sein, verstanden zu werden): "Vy k tomu nemáte právo, vy nejste strážník!" - "Sie haben kein Recht dazu, Sie sind kein Wachmann!" Kaum hatte ich diese Worte ausgesprochen, holte der Soldat mit der rechten Hand zu einem Schlag ins Gesicht aus, den er mit brutalster Gewalt ausführte. Ohne daß ich es bei dem heftigen Anprall zunächst gemerkt hatte, war meine Brille im großen Bogen ins Gras geflogen, wo ich sie nach dem Vorfall mit Hilfe des in der Nähe gebliebenen Jugendlichen nach einigem Suchen fand. Der Angreifer hatte nun nach dem Schlag meinen Gegenangriff erwartet und sich, rechts und links von je einem Soldaten umgeben, in etwa 1 m Entfernung aufgestellte. Es bestand kein Zweifel für mich darüber, daß die drei zur Anwendung der brutalsten Gewalt entschlossen waren und bei der durch den völlig unbegründeten Schlag erwiesenen Roheit ohne Bedenken von ihrer Stichwache Gebrauch gemacht haben würden, falls ich von meinem Rechte der Selbstwehr Gebrauch gemacht hätte. Da ich mir jedoch auch in diesem kritischen Augenblick der unabsehbaren Folgen der Gegenwehr bewußt war, konnte ich in verhältnismäßiger Ruhe die Frage an den Angreifer richten: "Co jsem vám udělal?", "Was habe ich Ihnen getan?" Als Antwort brüllte mir der Soldat entgegen: "Vy žerete český chléb, jděte tam...", "Sie fressen čechisches Brot, gehen Sie dorthin..." und machte dazu eine Handbewegung die wahrscheinlich bedeuten sollte:,,Gehen Sie nach Deutschland!" Meine Antwort darauf lautete. "Já, jsem Němec.", "Ich bin ein Deutscher". Ich bemerke dazu, daß ich dieses Wort mit einem berechtigten Stolze aussprach. Das mag mein Gegner als eine moralische Niederlage empfunden haben und als eine willkommene Gelegenheit, seinen Haß gegen alles Deutsche auf seine Art zum Ausdrucke zu bringen, denn er holte sofort zum zweiten Schlage aus, den er womöglich mit noch größerer Heftigkeit ausführte. Ebenso wie nach dem ersten Schlage war ich einen Augenblick benommen, währenddem sich jetzt die 3 Soldaten gegen den Wald zurückzogen, vielleicht auch nur deshalb, weil einige Zivilisten auf dem Weg erschienen, die den Vorfall aber nicht gesehen hatten. Während ich meine Brille suchte, waren die Soldaten des Überfalles verschwunden. Selbst dann, wenn ich eine Verfolgung zwecks Sicherstellung des Täters versucht hätte, wäre das ein aussichtsloses Beginnen gewesen, da es um diese Zeit bereits dunkel geworden und ein Verschwinden im nahen Walde ganz leicht war. Ich begab mich daher auf den Heimweg mit dem Vorsatze, diese übergriffe der Soldaten anzuzeigen. Als ich zum Scharfen Eck kam, bemerkte ich dort gleichfalls eine starke Erregung unter den dortigen Zivilund einzelnen Militärpersonen. Ein Wachmann, dem ich mein Erlebnis schilderte, ging mit mir auf die Wachstube der Staatspolizei, wo ich die oben geschilderten Vorfälle kurz meldete. Als ich die Wachstube verließ; wurden 3 oder 4 Soldaten von Polizisten vorgeführt. (Předsednictví převzal místopředseda dr Buday.)

Am Spielplatz beim Stadtpark vergnügten sich am gleichen Abend junge Burschen bei einem Wettspiel und Fanfarenbläser der SdP übten auf ihren Instrumenten. Zuschauer waren eine Anzahl Zivilisten und auch etwa 50 Soldaten. Als ein ankommender Kamerad mit "Heil!" begrüßte wurde, stürmten die Soldaten auf die jungen Leute ein und verprügelten dieselben durch Schläge mit den Seitengewehren und traten sie mit Füßen.

Der Sportler Eugen Pohl wurde so mißhandelt, daß er in das Spital transportiert werden mußte."

Ich habe hier eine ganze Anzahl von Protokollen, welche die Vorfälle in Trautenau beleuchten. Das "Trautenauer Tagblatt" das am 13. Mai zu den Vorfällen Stellung nahm, wurde konfisziert. Am 13. Mai wurden seüens der Deutschen Vorsprachen beim Oberrat der Bezirksbehörde durchgeführt. Ich selbst war mit dem Ortsleiter der SdP-Gruppe Trautenau, Kameraden Streitenberger, bei dem Vorstand der Staatspolizei, denn diese Übergriffe des Miliärs konnte sich die deutsche Bevölkerung nicht mehr bieten lassen. Auch der Militärkommandant von Trautenau hat inzwischen Anordnungen getroffen, die dem Treiben der Soldaten Einhalt geboten. Trotzdem wurde aber am 13. von den Soldaten aus einer marschierenden Truppe heraus den Deutschen zugerufen: "Kommet nur heute wieder in den Stadtpark, damit wir Euch verhauen können". Ich frage nun: Ist das Militär dazu da, um in solcher Weise gegen die ohnehin hart bedrängte deutsche Bevölkerung vorzugehen? Ich denke dabei an die arme, friedliebende Bevölkerung des Adlergebirges, die einen so schweren Kampf um das ärmlichste Leben führt. Nun kommen Soldaten in das Gebiet und nehmen sich, noch dazu unter Betfehl eines Zugsführers, eines Unteroffiziers heraus, deutsche Feuerwehrmänner, deutsche Arbeiter sozusagen zu verhaften. Ist das Militär dazu da?

Weil durch die Novelle zum Gesetz der Längerdienenden der deutsche Arbeitsplatz bedroht wird und weil uns Vorfälle, wie die hier geschilderten, mit ernstester Sorge erfüllen, kann die Sudetendeutsche Partei nicht für die Vorlage stimmen. (Potlesk senátorů strany sudetoněmecké.)

5. Řeč sen. Kreibicha:

Hohes Haus! Im Namen der Senatoren der kommunistischen Partei erkläre ich, daß wir für diese Vorlage stimmen werden, u. zw. aus dem Grunde, weil gerade heute nicht normale Verhältnisse sind, gerade weil wir heute in ganz abnormalen Verhältnissen leben, wo die Armee zur Verteidigung der Republik und der Demokratie von allergrößter Bedeutung ist. Gerade aus diesem Grunde stimmen wir für diese Vorlage, weil wir der Meinung sind, daß alles getan werden muß, um die Armee in jeder Beziehung zu stärken, und weil wir selbstverständlich auch der Meinung sind, daß wir durch unsere Opposition gegenüber dem Verhalten der Regierung zu den Provokationen der Nazis in den Sudeten und durch unsere Kritik unser Verhalten gegenüber den.Maßnahmen, die zur Verteidigung der Republik unbedingt notwendig sind, nicht bestimmen lassen können. Es ist selbstverständlich notwendig - und in dem Sinne werden wir auch für die Resolution stimmen - daß durch diese Anstellung der Iängerdienenden Unteroffiziere auf keinen Fall jene Maßnahmen beeinträchtigt werden, die getroffen werden, um das deutsche Element in diesem Staate auch im öffentlichen Dienste im Verhältnis der Bevölkerungszahl zur Geltung zu bringen. Es ist auch notwendig, daß in der Armee selbst dafür gesorgt wird, daß den demokratisch gesinnten deutschen Soldaten in der Armee die Möglichkeit geboten wird, Unteroffiziere zu werden, daß aber dabei genau darauf gesehen wird, daß in das Unteroffizierskorps wie auch in das Offizierskorp auf diese Weise nicht Elemente eindringen, die denselben Leuten nahestehen, die derselben Partei angehören, die in der letzten Zeit die bekannten Aktionen gegen die Republik und gegen die Demokratie unternommen hat, von denen gestern Parteigenosse Mikulíček sprach. Es ist notwendig, daß den demokratischen Kreisen der deutschen Bevölkerung ebenfalls die Möglichkeit geboten wird, in der Armee vorwärts zukommen.

Es gibt selbstverständlich auch andere Mittel, um die Soldaten anzuregen, die Verpflichtung von länger dienenden Unteroffizieren auf sich zu nehmen, was sehr wichtig ist, da besonders beim heutigen Stand der Kriegsführung die länger dienenden Unteroffiziere eine sehr wichtige Kategorie in der Armee sind.

Ein sehr gutes Mittel ist auch, die länger dienenden Unteroffiziere besser zu bezahlen, ihre Bezüge zu erhöhen. Ferner wäre es angezeigt, daß die Armee endlich auch auf dem Gebiete des Offizierskorps demokratisiert werde und eine wirkliche Volksarmee werde, daß jedem Soldaten die Möglichkeit geboten wird, Offizier zu werden, auch wenn er nicht eine Mittelschule absolviert hat. Es ist notwendig, daß endlich eingesehen wird, daß für die Beförderung auch zum Offizier einzig und allein entscheidend sein müßten die militärischen Fähigkeiten und Ambitionen und nicht die sogenannten gesellschaftlichen Verhältnisse, unter welchem Wort nichts anderes zu verstehen ist, als klassenmäßige Einschränkung der Aspiranten, derer, die fähig sein sollen, Offiziere zu werden. Die allgemeine Bildung, die für einen Offizier unbedingt notwendig ist, d. h., was ein Mensch nach Absolvierung einer Mittelschule an Allgemeinbildung behält, kann einer, der die Mittelschule nicht absolviert hat, sich im Laufe einer längeren Dienstzeit aneignen. In diesem Sinne wäre das militärische Schulwesen zu reformieren, damit auch Soldaten, die keine Mittelschule haben und sich als Unteroffiziere bewähren, die Möglichkeit haben, jene Allgemeinbildung zu erwerben, die notwendig ist, um Offizier zu werden.

Ein drittes Mittel wäre auch das, daß man den Soldaten, die länger dienen, die Möglichkeit gibt, auch nebenbei eine Bildung sich anzueignen, die sie für einen Zivilberuf fähig macht, wenn sie den Dienst quittieren. Wenn das in der Roten Armee unbeschadet der militärischen Ausbildung möglich ist, daß jeder die Ausbildung in seinem Zivilberuf weiter erhält, wäre das auch in unserer Armee möglich.

Die Armee und die Fürarge dafür ist ungeheuer wichtig, weil in der letzten Zeit auch die Armee Gegenstand von Provokationen seitens der Macher, der Drahtzieher, der SdP geworden ist. Wenn hier einer von den Herren, die in der letzten Zeit zur SdP übergelaufen sind, die aus ihren vollen Hosen eine Weltanschauung gemacht haben, heute hier von Provokationen im deutschen Gebiet, von Zusammenstößen seitens der Soldaten gesprochen hat, so will ich hier nur sagen: Es hat bisher zwischen den Soldaten; auch den čechischen und slovakischen Soldaten und der deutschen Bevölkerung im sudetendeutschen Gebiete nie irgendwelche Zusammenstöße gegeben. Es hat bisher stets das beste Einvernehmen geherrscht, und es herrscht auch heute zwischen der deutschen Bevölkerung und den čechischen und slovakischen Soldaten, die sich im deutschen Gebiete befinden, das beste Verhältnis. Vergiftet ist es einzig und allein stellenweise durch die Provokationen der SdP. Hiezu gehören auch die Flugblätter, die Sonntag verbreitet worden sind, hiezu gehört das Grüßen von Soldaten, nicht nur von Gendarmen und Polizisten, mit dem sogenannten deutschen Gruß. Der Vorredner hat selbst aus einem solchen Protokoll vorgelesen, daß ein Konflikt dadurch entstanden ist, daß angeblich Deutsche einander mit dem deutschen Gruß begrüßten. Der Herr Abg. Kundt hatte dieser Tage in einer Versammlung erklärt, daß der sog. deutsche Gruß von der Regierung bewilligt worden sei, daß der deutsche Gruß angeblich nicht verboten sei. Bisher war es anders und ich richte an die Regierung die Frage, ob diese Provokation wirklich die Billigung der Regierung hat. Denn der Abg. Kundt sagte, angeblich sei von der Regierung gesagt worden, wenn Gleichgesinnte einander mit dem deutschen Gruße,begrüßen, so sei das erlaubt. Jeder, der halbwegs die Verhältnisse kennt, wird das absolut lächerlich finden. Denn bei jeder Provokation kann man sich darauf ausreden, man habe geglaubt, es mit einem Gleichgesinnten,zu tun zu haben und habe ihn mit dem deutschen Gruße begrüßt. Außerdem weiß man sehr gut und jeder nimmt es schmunzelnd zur Kenntnis, daß dieser deutsche Gruß, ob sie.nun "Sieg Heil" oder etwas anderes brüllen, nichts anderes ist als der verdeckte deutsche Gruß von drüben, das getarnte "Heil Hitler". Wir.sehen in der letzten Zeit eine große Reihe von Protokollen, die von unseren Parlamentariern im deutschen Gebiet aufgenommen wordem sind und eine ungeheuere Zahl von Fällen anführen, in denen der deutsche Gruß mit "Heil Hitler" geleistet wurde, und in denen nicht nur Antifascisten, Čechen, sondern auch Polizisten, Soldaten und Gendarmen mit dem deutschen Gruß provoziert würden. Ich will nur auf einen Fall verweisen, der von uns in Weidenau, einem Grenzstädtchen in Schlesien, protokollarich festgestellt wurde. Der Zeuge ist der Sohn eines čechischen Beamten in Weidenau. Er ging mit einem auf Urlaub befindlichen deutschen Soldaten in ein Gasthaus und als sie das Gasthaus betraten, grüßten sie beide, auch der deutsche Soldat, mit "Guten Abend". Daraufhin forderten die Gäste den Soldaten auf, er müsse "Heil Hitler" sagen und den deutschen Gruß leisten. Als er es mit Berufung darauf verweigerte, daß er Soldat sei, wurden beide durchgeprügelt und hinausgeworfen. Das sind die richtigen Verhältnisse im deutschen Gebiet. Solche Fälle kommen fortwährend vor.

Es ist den Soldaten nicht zu verdenken, daß sie gelegentlich auch einmal die Nerven, verlieren und damit antworten, daß sie einen der Nazis durchprügeln. Darüber dürfen wir uns nicht wundern. Dadurch wird das Verhältnis zwischen dem čechischen Militär und der deutschen Bevölkerung vergiftet. Ich er kläre: Bis in die letzte Zeit, als diese Provokationen überhand nahmen, sind keimerlei Fälle von Zusammenstößen zwischen dem čechischen Militär und der deutschen Bevölkerung vorgekommen.

Bei dieser Gelegenheit muß auch diese sogenannte FS erwähnt werden, die sogenannte Ordnerorganisation, die von der SdP jetzt aufgezogen wird und deren Statuten vom Innenministerium bewilligt worden sind. Diese Organisation ist nichts anderes als eine legale Tarnung der geheimen militärischen Organisation der Sudetendeutschen Partei und damit ist diese FS auch eine militärische Angelegenheit. Es handelt sich um nichts anderes als um eine Organisation, die in einem Ernstfalle sehr leicht der militärischen Verteidigung der Republik schweren Schaden zufügen kann. Wir machen das Innenministerium für die Bewilligung dieser militärischen geheimen SdP-Organisation, für ihre legale Tarnung, in vollem Ausmaße verantwortlich. Wir erklären, daß es eine schwere Schädigung der militärischen Verteidigung der Republik ist. Der Herr Innenminister hat dieses Statut bewilligt, ohne es der Regierung vorzulegen. Als sich unsere Parlamentarier beim Herrn Innenminister beschwerten, daß die Behörden draußen die Instruktion haben, daß sie nicht einschreiten sollen, daß sie, wie man so schön sagt, tolerant gegenüber den Provokationen der Nazis renn sollen, hat der Herr Innenminister gesagt: Bitte, meine Herren, das ist nicht allein meine Sache, das ist Sache der Gesamtregierung und wenn die Regierung mir den Auftrag gibt, es solle energisch durchgegriffen werden, wird es geschehen. Wir sehen: Um durchzugreifen und energisch vorzugehen, muß der Herr Innenminister die Bewilligung der Gesamtregierung haben. Aber um die getarnte militärische Organisation der SdP zu bewilligen, braucht er die Gesamtregierung nicht. Hier müssen wir sagen: Das sind Verhältnisse in der Regierung, in der höchsten Autorität des Staates, die die Autorität des Staates, der gesamten Demokratie im deutschen Gebiet vollständig untergraben.

Noch einige Worte über die Praxis bei der Aufnahme von Arbeitern in den Rüstungsbetrieben und bei den Befestigungsbauten. Wir sehen auf der einen Seite, daß an der Spitze von auch für die Verteidigung der Republik sehr wichtigen Betrieben in der Čechoslovakei Direktoren, Ingenieure u. s. w. stehen, die Reichsdeutsche sind. Gewisse Herren von der čechischen Seite - man kann es fast jeden Tag lesen - jammern, daß die Republik von deutschen Emigranten überschwemmt sei, daß die deutschen Emigranten dem Einheimischen das Brot wegnehmen und dergleichen Lügen. Diese paar armen Teufel von Emigranten, die da und dort ein paar Zeitungen austragen, die sehen die Herren von dem agrarischen Presse, darüber schimpfen sie, deshalb machen sie die Hetze. Aber jene zahlreichen Ingenieure, Betriebsleiter, Direktoren in militärisch wichtigen Betrieben in der Čechoslovakei, die anisgesprochene reichsdeutsche Nazis sind und daher auf Grund ihrer Staatszugehörigkeit dann ebenso als Emigranten behandelt. werden müßten, die jeden Auftrag. ausführen müssen, den sie von drüben erhalten, das sehen diese Herrschaften nicht. Das ist auch eine Gefahr für die Verteidigung der Republik. Dafür werden in Rüstungsbetrieben und bei Befestigungsbauten Kommunisten als Arbeiter abgewiesen. Wir haben eine Reihe von Fällen festgestellt, daß bei wichtigen Befestigungsbauten an der Grenze ausgesprochene Naziprovokateure beschäftigt waren. Wir haben die militärischen Stellen aufmerksam gemacht. Ich betone, daß dafür selbstverständlich nicht die militärischen Stellen unmittelbar verantwortlich sind. Das ist die Praxis der Unternehmer, an die diese Arbeiten, besonders Befestigungsarbeiten, vergeben.worden sind, die, auch nicht aus rein politischen Gründen, oft Marxisten, Kommunisten abweisen weil sie wissen, daß die, sozialdemokratischan und besonders die kommunistischen gewerkschaftlichen Arbeiter diejenigen sind, die bei allen diesen Arbeiten. auf die Einhaltung der Tarife, der Arbeitszeit, der tarifmäßigen Löhne unbedingt bestehen.

Diese ganzen Arbeiten sind doch von der Militärverwaltung unter Einkalkulierung der tarifmäßigen Lohnsätze und der Einhaltung der Kollektivverträge vergeben worden. Deswegen nehmen die Unternehmer lieber Naziprovokateure, lieber Anhänger der SdP, die selbstverständlich auch von ihrer Partei die Weisung haben: "Ganz egal, was ihr bezahlt kriegt; seid mit jedem Lohn zufrieden, muckt nicht, die Hauptsache ist, daß ihr drin seid und wißt, was drin vorgeht und wie diese Arbeiten gemacht werden". Diese Leute sind mit jedem Lohn zufrieden. Aus diesem Grund werden Kommunisten und auch Sozialdemokraten von diesen Unternehmern nicht beschäftigt. Die SdP-Leute werden von den Unternehmern aufgenommen. Das ist in doppelter Hinsicht ein Vergehen gegen die Verbeidigung der Republik, nicht nur von rein militärischen Gesichtspunkten gesehen, sondern auch politisch, und schließlich und endlich: die Verteidigung der Demokratie bedeutet in den Augen der deutschen Arbeiter und der arbeitenden Bevölkerung auch die Verteidigung der Rechte der Arbeiter gegenüber dem Unternehmer, ihre Tarifverträge u. s, w. Sie sind der Meinung, daß die Aufgabe der Demokratie auch darin besteht, die Tarife zu schützen und ihre Rechte zu wahren. Aus diesem Grunde ist es notwendig, daß hier auf diesem Gebiet ebenfalls Abhilfe geschaffen wird. (Potlesk senátorů komunistické strany.)

6. Řeč sen. Füssyho:

Tisztelt Szenátus! Figyelemreméltó jelenség, hogy néhány év óta a nemzetvédelmi miniszter úr nem panaszkodik sem a törvényhozásban, sem a nyilvánosság előtt. Nagyon megszoktuk a panaszokat, hogy egyszer annyi katonája se volt a nemzetvédelmi miniszter úrnak, hogy az őrszolgálatot elláthatta volna, máskor az volt a baj, hogy rövid a szolgálati idő, majd meg, hogy kevés az altisztje s ily rövid időben nem lehet ellátni a kiképzést kevés altiszttel. Most aztán már van kétéves katonai szolgálat, beszélnek a hároméves szolgálat bevezetéséről, de hát a két év alatt is kiképezhetik már az ujoncokat az altisztek, ha kevesebben is vannak, de hogy most megint kevés az altiszt. Ezért kell az uj továbbszolgáló altiszti javaslat. Ha kétéves katonai szolgálati idő alatt se képesek kellőképpen kiképezni a katonákat, úgy a helyzet másként nem értelmezhető, csak úgy, hogy olyan sok az ujonc, hogy nem bírják a kiképzést. Hogy mennyi az ujonc, illetve a hadsereg tényleges létszáma, azt ina senki se tudja. Hiszen a tavaly besorozott ujoncok egy részét csak ez év áprilisában hívtak be szolgálattételre, mert annyian voltak tavaly, hogy a laktanyákbán nem tudtak nekik helyet biztosítani. És az idei sorozásokon is az volt a jelmondat, hogy: "a púposat is és a sántát is besorozzák, beveszik, ha cipész".

Tehát olyan fegyverkezés közepette állunk, hogy a tábornok urak szíve örömtől repes. Még ha az anyák aggódó szíve sírva is fakad. De ki nézne ily kicsiségre.

A most tárgyalt javaslat célja uj altiszteket toborozni tartós katonai szolgálatra. Az indokolás és a parlamenti bizottsági előadók szerint a javaslat visszatér az osztrák-magyar monarchiabeli certifikátisták rendszerére. Úgy vélem, hogy ez az állítás nagyon merész. Elsősorban azért, mert régen a háboru előtt a továbbszolgáló altisztről már a tényleges katonai szolgálat idején külömbül gondoskodtak, mint ma. És ami nekünk különösen fontos: a volt osztrák magyar hadseregben nemzeti külömbség nélkül karriert csinálhatott mindenki. Ma a magyar közkatonát dicsérik ugyan, a nemzetvédelmi miniszter urak elismerik érdemeit, de altisztnek legfeljebb őrvezetőnek vagy tizedesnek teszik meg, továbbhaladás nincs. Arról meg beszélni se lehet, hogy a továbbszolgáló a katonáskodása idején családot alapíthasson.

Nagyon kivánatos volna, ha a nemzetvédelmi miniszter úr pontos statisztikát hozna nyilvánosságra arról, hogy a hadseregben mennyi a magyar nemzetiségü altiszt abszolut számokban és más nemzetiségü altisztekhez viszonyítva. Ez fontos gazdasági kérdés is, mert hiszen ha a magyar anyanyelvü katonákból is megfelelő számu altisztet vennének föl, úgy a zsoldokból mintegy 30 millió jutna magyar altisztek kezébe, ami a mai világban nem megvetendő összeg. De ennél még fontosabb volna tudni, hogy mennyi magyar nemzetiségü katonát vettek fel állami szolgálatba a rendes két éves katonai szolgálat kitöltése után. Voltak az utóbbi három évben nagy akciók. A csendőrség, a fináncok tömegesen vettek fel katonaviselt ifjakat, nos, a kormánynak itt bő alkalma nyílik megmutatni, hogy mennyi magyar volt katonát juttatott kenyérhez. Mert hogy a, központi hivatalokba behoznak, néhány magyar fiatalembert a vidékről, azt még nem tekinthetjük a magyar ifjuság szociális nehézségei megoldásának.

A most tárgyalt javaslat fegyverkezési javaslat. Miként évek előtt, most is meg kell állapítanom, hogy a kormány a szomszédokkal való megértés keresése helyett jobbnak tartja a nagyhatalmasdi játékot, a gépfegyverekkel és ágyukkal való játékot. Hogy ez a játék hol áll meg, nem nehéz elgondolni. Az ágyukat nem csinálják azért, hogy gabonavetés alá szántsák velük a földet. Figyelemreméltó, hogy maga a javaslat se számol azzal, hogy annak nagy kedvezményeit valaki is igénybevehesse tíz év múltán. Igér ugyan nyugdijképességet az állami alkalmazottak fizetési törvényének 25. és 210. paragrafusai alapján, de e paragrafusok végrehajtási rendelete a mai napig se készült el 12 év óta. És kérdés, hogy ujabb tíz éven belül, vagyis amikor az első altisztek majd hivatkozhatnának a végre nem hajtott paragrafusokra, elkészül-e ugyan a végrehajtási rendelet.

Hogy a kormány miként kezeli a magyarokat, az kitűnik a következő jellegzetes körülményből is. A magyarlakta vidékre telepített cseh és szlovák finánc, vámőr, altiszt, megismerkedik a helybeli leányzókkal. Nem egy esetben kér a finánc, az altiszt házassági engedélyt magyar leánnyal kötendő házasságához. A fölöttes hatóságok az engedélyt min- den esetben megtagadják, mert hiszen a magyar "megbízhatatlan". Megmondom őszintén, hogy nem vagyok híve a vegyes nemzetiségü házasságoknak s a kormány elutasító álláspontját nem helytelenítem ebben az esetben, de csak azért említem az esetet, hogy bemutassam, hogy a magyar még feleségnek se jó, hogy is volna hát jó továbbszolgáló altisztnek? És ismétlem, ha valahol, úgy á hadseregben, a régi osztrák-magyar monarchia nem ismert nemzetiségi különbségeket, és irányadó kizárólag a személyes ügyesség, képesség és más személyi katonai erény volt.

Fegyverkezési javaslatról van szó s így helyénvaló az a kérdésem, hogy a nemzetvédelmi miniszter úr legyen szíves nyilatkozni, mi igaz azokból a hírekből, hogy a csehszlovákiai fegyveripar oly nagy fegyverszállításokra kötelezte magát szerződésileg, hogy még a forgalomban levő fegyverekből is kénytelen volt nagy készleteket szállítani Kínának, hogy a szállítási kötelezettségeinek eleget tegyen?

Fegyverkezési javaslatról lévén szó, nem hagyhatom szó nélkül a gázálarcok kötelező vásárlásának elrendelését. Kérdem itt az egész kormányt, hogy minő intézkedéseket tett a gázálarc-gyárak indokolatlan nyereségeinek megszüntetésére. Hiszen 15 millió lakosnak átlag 100 Kč értékű álarcot kell beszereznie, ami pont másfél miliárd Kč forgalomnak felel meg. És ezen az óriási forgalmon három-négy cég fog osztozkodni néhány hónapon belül. És kérdeznem kell, hogyha a kormány elrendelte a gázálarcok kötelező vásárlását, miért rendelte él csak azt, hogy a vevő jogosult igényelni, hogy az álarcot könnyfakasztó gázkamrá ban próbálják ki? Miért nem rendelik el, hogy a kereskedő a megvásárlandó álarcban valódi mérges gázt tartalmazó kamrába is köteles bemenni? Mert uraim, engedjék meg, ilyen személyes próba nélkül nem lesz meg a vevő bizalma az álarchoz. Adja Isten, hogy soha se próbáljuk ki, hogy. mint válik be a gyakorlatban, de hogy valaki 85 - 100 Kč-t adjon ki s amellett még folyton remegjen, hogy adott esetben beválik-e a maszk, hát ezt már erkölcsösnek se mondhatom.

A javaslatot, mely kizárólag a nagy fegyverkezést szolgálja, nem fogadom el.