Pøíloha
k tìsnopisecké zprávì o 18. schùzi senátu Národního shromáždìní republiky Èeskoslovenské v Praze ve støedu dne 26. února 1930.
Øeè sen. Böhra (viz str. 9 tìsnopisecké zprávy):
Hoher Senat! Der jetzt in Verhandlung stehende Gegenstand ist gewiß uns allen sympathisch, jede Forderung des Handels, des Verkehrs und der Handelsverträge muß namentlich angesichts der jetzigen Stagnation in Industrie- und landwirtschaftlichen Artikeln begrüßt werden. Ich begrüße auch dieses kleine, jetzt in Verhandlung stehende Teilabkommen. Es betrifft nur die zwei Artikel Hopfen und Malz und ist wie jedes verbessernde Abkommen zu begrüßen.
Ich benütze nun diese Gelegenheit, um an den Herrn Handelsminister und an den Herrn Schulminister eine Bitte zu richten. Im Handelsvertrag zwischen Frankreich und der Èechoslovakei kommt auch ein Titel vor, u. zw. die sogenannten DMC-Garne, Stick- und Zeichengarne. Diese Einfuhr ist im Handelsvertrag derart zu Gunsten der französischen Fabriken, von denen einige im früheren Elsaß-Lothringen liegen, gestaltet, daß das Kontingent, das Frankreich zugestanden wird, großer ist als der ganze Konsum, den wir in dieser Beziehung in der Èechoslovakischen Republik haben. Früher war es vielleicht der Fall, daß unsere einheimischen Fabriken in Bezug auf diese Garnsorten nicht ganz konkurrenzfähig waren, aber unsere heimischen Fabriken haben sich in Bezug auf diesen Artikel derart vervollkommnet, daß sie heute jeder Konkurrenz gewachsen sind. Die heimischen Stick- und Zeichengarne sind so farbenecht, daß sie jede Probe bestehen. Nachdem nun der heimische Absatz so tief, nahe dem Nullpunkt gesunken ist, und wir in einer so gewaltigen Textilindustriekrise stehen, möchte ich den Vorschlag machen, daß das Handelsministerium und das Schulministerium die einheimischen Mittelschulen, in denen die Handarbeitslehrerinnen ausgebildet werden, und unsere Schulleitungen in Stadt und Dorf darauf aufmerksam macht, daß wir heute auch einheimische farbenechte Stick- und Zeichengarne bekommen können, die jeder Konkurrenz gewachsen sind. Es gehen Millionen ins Ausland, die unseren einheimischen Fabrikanten, welcher Nationalität und welcher Gegend immer, zugute kommen könnten. In dieser Hinsicht ist jede Verbesserung im Interesse einer Verminderung der Arbeitslosigkeit gewiß zu begrüßen und eine solche Besserung würde auch eintreten, wenn seitens unserer Schulstellen eine Empfehlung unseres gewiß ganz konkurrenzfähigen einheimischen Produktes erfolgte gegenüber der übermäßigen Einfuhr der sogenannten D. M. C.-Garne. (Potlesk.)